Jubiläum

50 Jahre Schaltag - Die Firmengeschichte

60er Jahre

1961
Gründung der Schaltag AG als unabhängige Gesellschaft mit Domizil in Wallisellen. Beabsichtigter Zweck der Firma „Projektierung und Herstellung von elektrischen Steuerungen und Energieverteilanlagen“.

1963
Die Maschinenfabrik Rieter AG vergibt erste Aufträge an Schaltag. 12 Mitarbeiter.

1967/68
Die Firma gerät in finanzielle Schwierigkeiten. Hermann Bäggli, ein Immobilienmakler mit eigenem Architekturbüro, übernimmt alle Aktiven und Passiven der Schaltag AG und rettet so den Namen Schaltag und die Firma vor dem drohenden Konkurs. Er festigt die bestehenden losen geschäftlichen Bande zu Rieter mit einem Vertrag zur Übertragung von 49% der Aktien und dem vollständigen Verkauf im Jahr 1972.

Schaltag konzentriert sich auf die Fabrikation von Energiehauptverteilungen (Projekte: Reishauer, ETH Hönggerberg, Sulzer Winterthur, Dr. Wander AG, Chemap AG) sowie Spinnereisteuerungen für Rieter. Die Planung eines Neubaus in Effretikon beginnt. Personalbestand 25 Mitarbeiter.

1969
Der Neubau in Effretikon wird bezogen. Schrittweise Übernahme der gesamten Produktion von den Rieter Spinnereisteuerungen. Personalbestand 44 Mitarbeiter.


70er Jahre

1970
Start der neuen Geschäftsbereiche „Industrielle Elektronik“ und „Kabelkonfektion“.

1972
Das Aktienkapital geht, wie vertraglich ausgemacht, zu 100% an Rieter. Wie vereinbart, wird Hermann Bägglis Schwiegersohn Werner Heim Geschäftsführer und Rieter bringt Josef Hug als Betriebsleiter in die Firma ein. Die Produktion wächst. Der Erweiterungsbau (Werk 1, 3-geschossige Werkhalle) wird bezogen.

1974
Der Mitarbeiterbestand erreicht erstmals mehr als hundert Personen. Verlegung des wachsenden Bereichs der „Industriellen Elektronik“ in gemietete Räume in der Nachbarschaft.

1975-1978
Die wirtschaftlich angespannte Situation in diesen Jahren zwingt auch Schaltag zu einer Straffung der Organisation. In diesem Zusammenhang sinkt der Personalbestand auf achtzig Personen. Im Juli 1977 löst Alex Spielmann den Betriebsleiter Sepp Hug ab.

1979
Der technologische Wandel reisst die Abteilung „Industrielle Elektronik“ aus ihrem Dornröschenschlaf. Im Verlauf des Jahres wächst die Abteilung von sechs auf zwanzig Mitarbeiter.


80er Jahre

1981
Der bisher grösste Auftrag im Bereich „Drittkunden“, Energieverteilanlagen im Wert von mehreren Millionen Franken für die Uni Irchel, wird schrittweise ausgeliefert. Weitere wichtige Aufträge sind: Toni Molkerei, Elfo Tec, Coop City, Winterthur.

1982
Als Alternative zu einem Neubau wird ein angrenzendes Gebäude (Werk 3) erworben. Neue gesamthaft nutzbare Fläche von über 7'500 m2.

1983-1985
Die steigende Bedeutung der Steuerungstechnik im Maschinenbau (steigender Kostenanteil der Elektrik an den Herstellkosten) führt zu einer weiteren Geschäftsausweitung.

1989
Der Personalbestand erreicht 220 Mitarbeiter.


90er Jahre

1992
Das Problem der schwankenden Textilmaschinenmärkte erzwingen eine Neuausrichtung. Geschäftstätigkeit mit „konzernexternen Kunden“ wird zur strategischen Stossrichtung. Übernahme der Elektronikentwicklungsaktivitäten von Rieter. Start mit der Entwicklung einer eigenen Maschinensteuerung SCU. Der Bereich Engineering wird ausgebaut.

1995
Um den Wandel zu beschleunigen, wird Rudolf Meier als neuer Geschäftsführer bei Schaltag eingesetzt. Schaltag zieht sich aus dem Baugewerbe zurück und konzentriert sich auf den Bereich des industriellen Maschinen- und Anlagebaus. Abwicklung eines Grossauftrags für SAIA. Total 3'000 Steuerungen innerhalb eines Jahres. 214 Beschäftigte.

1997
Einführung einer Prozess-Organisation mit Kunden-Teams. Zertifizierung nach ISO 9000.

1998
Willy Grob übernimmt die Geschäftsführung. Die Krise im Textilmaschinenmarkt zwingt Schaltag zu einer weiteren Umstrukturierung und Flexibilisierung. Der Bereich „Industrielle Elektronik“ wird aufgegeben und die Produkte zu einem Partnerunternehmen verlagert. Schaltag konzentriert sich auf die Integration von marktüblichen Komponenten. In diesem Jahr beginnt der Aufbau einer Produktion in Usti, Tschechien - die heutige Schaltag Usti. Dieser neue Produktionsstandort bietet durch die tiefen Kosten neue Marktmöglichkeiten.


2000er Jahre

2000
Die Konzentration auf die Kernbereiche Engineering, Steuerungsbau und Kabelkonfektion verbunden mit der Fertigungsstätte in Tschechien zeigen Erfolg. Der Umsatz steigt wieder und der Personalbestand pendelt sich bei 200 Mitarbeitern ein.

2001
Schaltag feiert das 40-jährige Jubiläum. Die Aktivitäten in Tschechien entwickeln sich stark. Dort beträgt der Mitarbeiterbestand 25 Personen. Schaltag entscheidet, seinen Kunden neben den elektrischen auch die Herstellung und Lieferung mechanischer Baugruppen anzubieten.

2004
Start der Aktivitäten in China. Schaltag übernimmt den Aufbau einer Abteilung für Steuerungsbau im Werk in Changzhou: ShangTong.

2005
Willy Grob wechselt zur Rieter Tochter Graf nach Rapperswil. Erik Hartmann tritt bei Schaltag an seine Stelle als Geschäftsführer.

2006
Das wachsende Kundenbedürfnis nach der Lieferung von elektromechanischen Baugruppen und ganzen Maschinen wird als Chance für Schaltag erkannt und Schaltag nimmt das gezielte Wachstum im Bereich Mechatronik in die Strategie auf.

2009
Auch die Schweizerische Maschinenindustrie und damit Schaltag leidet unter den Folgen der Finanzkrise. Das Geschäftsvolumen halbiert sich und es werden Restrukturierungsmassnahmen und Kurzarbeit notwendig. 110 Beschäftigte in Effretikon und 55 in Usti.


2010er Jahre

2010
Nach dem Zusammenbruch des Marktes im Vorjahr geschieht der Wiederaufschwung ebenso dramatisch. Umsatz und Personalbestand steigen wieder auf Vorkrisenniveau.


2011
Schaltag feiert das 50-jährige Jubiläum.


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